Heim / Gesundheit / Allergietest leipzig
Beim Auftreten einer Allergie wehrt sich das Immunsystem überproportional gegen völlig harmlose Stoffe, die sogenannten Allergene. Gerne führen wir in unserer Klinik einen Allergietest durch, der zu den Leistungen Ihrer gesetzlichen Krankenkasse gehört. Zum Pollenallergentest bieten wir zusätzlich einen Test auf Kuhmilch und Weizenmehl an (ohne Aufpreis).
Der Test wird am Unterarm durchgeführt.
3-4 Tage vor dem geplanten Allergietest nehmen Sie bitte keine Antiallergika und Kortisontabletten ein (Augentropfen und Nasensprays sind davon NICHT betroffen). Andernfalls kann der Test leider kein verlässliches Ergebnis liefern.
Die wirksamste und zugleich einzig ursächliche Therapie ist die spezifische Immuntherapie, kurz SIT: auch Hypo- oder Desensibilisierung genannt.
Das Prinzip der SIT basiert auf einer langsamen Gewöhnung: Das Immunsystem wird darauf trainiert, den Allergieauslöser als etwas völlig Normales zu akzeptieren, anstatt ihn zu bekämpfen.
Hierzu wird das Allergen in sehr geringen Mengen verabreicht.
Dies kann auf zwei Arten erfolgen:
1) Bei der subkutanen Immuntherapie (SCIT) wird ein Allergenpräparat unter die Haut gespritzt. In der Dosissteigerungs-Titrationsphase erfolgt dies wöchentlich über 3 oder 4 Wochen. Die Injektionen erfolgen dann alle 4 Minuten.
6 Wochen für einen Zeitraum von (mindestens) 3 Jahren. In den letzten 16 Jahren haben wir mit dieser Therapieform hervorragende Ergebnisse erzielt. Im besten Fall ist der Patient am Ende der Behandlung genauso unempfindlich gegenüber Umweltreizen wie ein Nicht-Allergiker.
2) Auch eine sublinguale Immuntherapie (SLIT) ist eine Option.
Dazu lässt der Patient JEDEN TAG die Lösung/Tablette mit dem Allergen einige Minuten lang unter der Zunge zergehen. Dies geschieht jedoch auf eigenes Risiko.
Die empfohlene Behandlungsdauer für diese Therapie beträgt ebenfalls 3-5 Jahre.
Bei Kindern ist eine SIT ab dem 5. oder 6. Lebensjahr möglich.
Die SIT-Kosten werden von jeder gesetzlichen Krankenkasse übernommen.
Eine rechtzeitige SIT lindert die Symptome des Heuschnupfens und verringert das Risiko, an allergischem Asthma bronchiale zu erkranken.
Denken Sie insbesondere bei einer Pollenallergie an eine Ernährungsumstellung (insbesondere die Vermeidung unverträglicher Lebensmittel).
wie Kuhmilch und/oder Weizenmehl) trägt wesentlich zum optimalen Behandlungserfolg bei. Eine Pollenallergie entsteht fast immer als Folge eines gestörten Mikrobioms (Darmschleimhaut mit allen darauf lebenden Bakterienkulturen), was sich häufig in einer begleitenden Nahrungsmittelunverträglichkeit äußert (NICHT: KREUZALLERGIE). Eine individuelle Ernährung und der Ausschluss zusätzlicher „Stressoren“ sind oft ausschlaggebend für den langfristigen und nachhaltigen Erfolg.
In unserer Praxis nehmen wir auch gerne eine Blutabnahme zur Untersuchung auf Lebensmittelunverträglichkeiten vor.
Allerdings wird diese Therapiemöglichkeit NICHT von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. (16,06 Euro nach GOÄ Nr. 1 und 70: 2,3-fach, es fallen zusätzliche Laborkosten an). Bei Interesse wenden Sie sich bitte an unser Ärzteteam zum Thema Lebensmittelunverträglichkeitstests!