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Aktualisiert: 17. Februar 2025
Wenn Ihre Gasheizung plötzlich nicht mehr funktioniert und Sie über Alternativen nachdenken möchten, stehen Sie wahrscheinlich vor einer schwierigen Frage: Welche?
Ist die Alternative zur Gasheizung die beste? Dieser Blogbeitrag stellt die besten Alternativen zur Gasheizung vor und vergleicht sie hinsichtlich Kosten, Effizienz und Zukunftssicherheit.
Sobald sich Ihre Kommune für die Planung von Fernwärme entscheidet, tritt eine neue Ära der Wärme in Kraft: Dann tritt die GEG-Regel65 % in Kraft und die Installation von Heizungsanlagen, die ausschließlich fossile Brennstoffe verwenden, ist (mit einigen wenigen) nicht mehr zulässig Ausnahmen).
Aber auch unabhängig von dieser Regelung ist eine Gasheizung keine kluge Entscheidung für die Zukunft (mehr dazu in unserem Artikel Hat eine Gasheizung noch eine Zukunft?).
Da stellt sich für Eigentümer von Gebäuden mit Gasheizung die Frage: Welche Alternativen habe ich zur Gasheizung? Wir helfen Ihnen weiter unten.
Wenn Sie nach einer Heizalternative zur Gasheizung suchen, gibt es mehrere Möglichkeiten.
Hier sind 9 davon.
Wie funktioniert es? Wärmepumpen nutzen Umgebungswärme aus der Luft, dem Boden oder dem Grundwasser, um Ihr Zuhause zu heizen. Für den Wärmetransport benötigen sie Strom, sind aber sehr effizient.
Für welche Gebäude eignen sie sich? Nicht nur für Neubauten geeignet, sondern auch für bestehende Gebäude.
(Lesetipp: Anforderungen an Wärmepumpen im Altbau: 6 Vorurteile geprüft). Geeignet für Ein- und Mehrfamilienhäuser.
Erfüllt es die 65-Prozent-GEG-Regel? Ja, Wärmepumpen erfüllen die 65-Prozent-Regel, da sie einen Großteil der Energie aus erneuerbaren Quellen nutzen.
Vorteile:
Sehr energieeffizient, insbesondere in gut isolierten Gebäuden.
Umweltfreundlich, da sie erneuerbare Energiequellen nutzen.
Zukunftssicher und förderfähig.
staatliche Programme.
Keine CO2-Steuer.
Keine Schornsteinfeger mehr.
Nachteile:
Fazit: Die Wärmepumpe ist eine hervorragende Alternative sowohl in neuen als auch in bestehenden Gebäuden.
Wie es funktioniert sie?
Eine Pelletheizung verbrennt Holzpellets, um Wärme zu erzeugen. Pellets werden aus gepressten Holzabfällen hergestellt und sind eine erneuerbare Energiequelle.
Für welche Gebäude eignen sie sich? Geeignet für Ein- und Mehrfamilienhäuser, insbesondere in ländlichen Gebieten mit ausreichend Platz für Lagerung und Installation.
Erfüllt es die 65-Prozent-GEG-Regel?
Ja, Pelletheizungen erfüllen die 65 %-Regel, da sie erneuerbare Biomasse nutzen.
Vorteile:
Bewährte Technologie.
Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen.
Relativ niedrige Betriebskosten Kosten.
Nachteile:
Regelmäßige Wartung und Lagerung der Pellets erforderlich.
Anfangsinvestition höher als bei einer Gasheizung.
Emissionen wie Feinstaub müssen berücksichtigt werden.
Das Umweltbundesamt sieht diese Technologie als kritisch an Emissionen.
Mehr dazu erfahren Sie in unserem Blogbeitrag Wird Pelletheizung auch im Jahr 2024 noch sinnvoll sein?
Rechtlicher, ökologischer, ökonomischer und praktischer Vergleich im Vergleich.
Fazit: Wer eine bewährte Heizlösung sucht, für den ist die Pelletheizung eine gute Option.
Wie funktioniert das? Solaranlagen nutzen Sonnenenergie zur Erwärmung von Wasser, das dann zum Heizen oder zur Warmwasserbereitung genutzt wird.
Sie arbeiten oft mit anderen Heizsystemen zusammen.
Für welche Gebäude ist es geeignet? Ideal für Einfamilienhäuser und Gebäude mit ausreichend Dachfläche für die Installation von Solarkollektoren.
Erfüllt es die 65-Prozent-GEG-Regel? Ja, Solarenergie erfüllt die 65-Prozent-Regel.
Vorteile:
Sehr umweltfreundlich und CO2-neutral.
Geringe Betriebskosten, da die Sonne keine Kosten verursacht.
Ideal als Ergänzung zu anderen Heizsystemen.
Keine CO2-Abgabe.
Keine Schornsteinfeger mehr.
Brennstoffzellenheizung
Wie funktioniert es? Eine Brennstoffzellenheizung erzeugt durch die chemische Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff gleichzeitig Strom und Wärme. Das Nebenprodukt ist Wasser.
Für welche Gebäude ist es geeignet? Geeignet für neue Einfamilienhäuser, bis hin zu großen Wohngebäuden und Wohnsiedlungen.
Es ist nicht für Altbauten geeignet.
Erfüllt es die 65 % GEG-Regel? Ja, Brennstoffzellenheizungen können die 65 %-Regel erfüllen, insbesondere wenn sie mit grünem Wasserstoff oder Biomethan betrieben werden.
Vorteile:
Sehr effizient, da sie gleichzeitig Strom und Wärme produzieren.
Geringe Emissionen, sehr umweltfreundliche Umgebung.
Zugelassen für Finanzierung.
Nachteile:
Gasanschluss erforderlich.
Sehr hohe Anschaffungskosten.
Komplexe, wartungsbedürftige Technik.
Noch nicht weit weg vom Alltag.
Fazit: Brennstoffzellenheizung ist eine Technologie, die besonders für technikaffine und umweltbewusste Hausbesitzer interessant ist.
Wie funktioniert es?
Fernwärme wird zentral in Kraftwerken erzeugt und über ein Netzwerk isolierter Wassertransportleitungen an die Haushalte geliefert. Die Wärme stammt häufig aus Blockheizkraftwerken, die gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen.
Für welche Gebäude ist es geeignet? Ideal für städtische Gebiete und dicht besiedelte Wohngebiete mit vorhandener Fernwärmeinfrastruktur.
Erfüllt es die 65 %-GEG-Regel?Ja, Fernwärme erfüllt die 65 %-Regel, wenn die Wärme aus erneuerbaren Quellen oder Kraft-Wärme-Kopplung stammt
Nachteile:
Abhängig von der Verfügbarkeit in der Region.
Preise sind oft weniger transparent.
Abhängig von der Energiequelle aus dem Fernwärmenetz.
Mehr zu diesem Thema in unserem Artikel Baugesetz Energie & Fernwärme: Ist das eine Option für meine Heizung?
Fazit: Fernwärme ist eine bequeme und effiziente Alternative, wenn sie in Ihrer Straße verfügbar ist.
(Bio) Flüssiggasheizung
Wie funktioniert es?Flüssiggasheizungen funktionieren ähnlich wie Erdgasheizungen, verwenden jedoch anstelle von Erdgas Flüssiggas (LPG). Das Gas wird in einem Tank auf dem Grundstück gespeichert.
Für welche Gebäude ist es geeignet? Geeignet für ländliche Gebiete und Gebäude ohne Zugang zu Fernwärme- oder Erdgasnetzen.
Erfüllt es die 65-Prozent-GEG-Regel?
Nein, Heizsysteme mit reinem Flüssiggas erfüllen nicht die 65 %-GEG-Regel, da Flüssiggas ein fossiler Brennstoff ist. Allerdings bei Verwendung von 65 % verflüssigtem Biogas.
Vorteile:
Relativ geringe Investitionskosten.
Nachteile:
Abhängigkeit von Lieferkonditionen und Preisen von LPG.
Nicht so umweltfreundlich wie erneuerbare Energie.
Erfordert einen Speichertank, der Platz beansprucht.
Fazit: Die LPG-Heizung ist eine gute Lösung in Gebieten ohne Erdgasversorgung.
Für Besitzer von Erdgasheizungen ist es also eigentlich keine Alternative.
Wie funktioniert es? Direkte elektrische Heizung wandelt Strom direkt in Wärme um, häufig mithilfe von Infrarotheizungen, Heizlüftern oder elektrischen Fußbodenheizungen.
Für welche Gebäude ist es geeignet?
Geeignet für gut isolierte Gebäude mit geringem Heizwärmebedarf, für selten genutzte Räume oder als Zusatzheizung.
Erfüllt es die 65-Prozent-GEG-Regel?Ja, direkte elektrische Heizung kann die 65-Prozent-Regel erfüllen (Hinweis: hohe Anforderungen an die Wärmedämmung des Gebäudes).
Vorteile:
Sehr einfache und kostengünstige Installation.
Keine Steuer CO2.
Kein Schornsteinfeger mehr.
Ideal für Zusatzheizung oder selten genutzte Räume.
Nachteile:
Hohe Betriebskosten, insbesondere bei steigenden Strompreisen.
Höhere Effizienz nur in gut isolierten Gebäuden.
Oft nicht die einzige Heizlösung geeignet.
Mehr zu diesem Thema in unserem Artikel Umstieg von Gas- oder Ölheizung auf Elektro: Ist direkte Elektroheizung sinnvoll?
Fazit: Direkte Elektroheizung ist eine einfache Lösung, die für einige Anwendungen gut geeignet ist, aber aufgrund der hohen Betriebskosten nur begrenzt als primäres Heizsystem einsetzbar ist.
Wie funktioniert sie?
Sie? Gas-Hybridheizungen kombinieren eine Gasheizung beispielsweise mit einer Wärmepumpe oder Solarenergie. Gas trägt nur die Spitzenlast, also wenn die erneuerbare Energie an ihre Grenzen stößt.
Für welche Gebäude geeignet?
Ideal für Bestandsgebäude, die sukzessive auf erneuerbare Energien umgestellt werden sollen, ohne die Gasheizung (sofort) komplett zu ersetzen.
Erfüllt es die 65 % GEG-Regel? Ja, wenn der Hauptteil durch erneuerbare Wärme gedeckt wird.
Vorteile:
Flexibilität durch die Kombination von fossilen Brennstoffen und erneuerbarer Energie.
Geringere Heizkosten durch den Einsatz erneuerbarer Energien.
Wenn der Hauptteil der Wärme aus erneuerbaren Quellen bezogen wird, erfüllt diese Lösung die Anforderungen 65% GEG-Regulierung.
Nachteile:
Abhängigkeit von fossilen Resten von Erdgas.
Laut GEG endet der Weiterbetrieb von Gaskesseln spätestens im Jahr 2045.
Höhere Anschaffungskosten Vergleich mit a saubere Gasheizung.
Mehr zu diesem Thema in unserem Artikel Ist eine Hybridheizung mit Gaswärmepumpe eine sinnvolle Investition für die Zukunft?
Fazit:Gashybridheizungen sind eine Übergangslösung für Haushalte, die auch in Zukunft die bestehende Infrastruktur weiter nutzen und verstärkt auf erneuerbare Energien setzen möchten.
EE Hybrid Heating (Hybrid Renewable Energy Heating)
Wie funktioniert es? Hybrid-Heizung mit erneuerbarer Energie kombiniert zwei erneuerbare Energiequellen, wie zum Beispiel eine Solarwärmepumpe oder eine Solarpelletheizung.
Ist es für welche Gebäude geeignet? Optimal für Neubauten und Bestandsgebäude, die GEG-konform sein müssen und komplett auf fossile Brennstoffe verzichten möchten.
Erfüllen sie die 65 % GEG-Regel?
Ja, weil 100 % erneuerbare Energie verwendet wird.
Vorteile:
100 % erneuerbare Energie, sehr nachhaltig.
Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen Brennstoff.
Nachteile:
Sehr hohe Investitionskosten durch die Kombination verschiedener Systeme.
Komplexe Technik, die eine gute Abstimmung erfordert.
Fazit: EE-Hybridheizkörper sind ideal für Haushalte, die eine vollständig erneuerbare und zukunftssichere Heizlösung wünschen erfüllt ihren Heizbedarf.
Hier finden Sie eine kompakte Übersicht der 9 beliebtesten Gasheizungsalternativen.
Jede Heizungsart wird hinsichtlich ihrer Eignung für verschiedene Gebäudetypen, der Einhaltung der 65-Prozent-GEG-Regel sowie ihrer wichtigsten Vor- und Nachteile miteinander verglichen.
Hier die aktualisierte Tabelle ohne Schlussfolgerungen:
Heizungsart Heizung | Ist es erfüllt? GEG-Regulierung für 65 %? | umweltfreundlich, subventioniert, keine CO₂-Steuer | Hohe Investitionskosten, Effizienz abhängig von der Isolierung, abnehmende Effizienz bei extrem niedrigen Temperaturen |
Pellet Heizung | Ja | Getestete Technik unabhängig von fossilen Brennstoffen, niedrige Betriebskosten | Regelmäßige Wartung erforderlich, höhere Anfangsinvestition, Emissionen wie Feinstaub | Solarkollektor Energie | Ja | Sehr umweltfreundlich, CO₂-neutral, niedrige Betriebskosten, keine CO₂-Steuer | Abhängig von der Sonneneinstrahlung, hohe Anfangsinvestition, oft nur als Zusatzheizung geeignet |
Brennstoffzellenheizung | Ja | Sehr effizient, produziert Strom und Wärme, emissionsarm, förderfähig | Sehr hohe Anschaffungskosten, komplizierte Technik, wenig allgemein |
Thermische Effizienz | Ja | Hohe Effizienz, kein Bedarf an lokaler Lagerung, geringe Wartungskosten | Je nach regionaler Verfügbarkeit, undurchsichtiger Preis Liste |
(Bio)Heizung mit Flüssiggas | Ja, mit 65 % verflüssigtem Biogas | Relativ geringe Investitionskosten | W je nach Lieferbedingungen, fossile Brennstoffe, weniger umweltfreundlich |
Direkte elektrische Heizung | Ja (für gut isolierte Gebäude) | Geringe Investitionskosten, einfache Installation, keine Steuer auf CO₂ | Nur hohe Betriebskosten Sinnvoll in gut isolierten Gebäuden oft nur als Zusatzlösung geeignet |
Hybrid-Gasheizung | Ja (wenn die Hauptenergiequelle erneuerbarer Strom ist) | Flexibilität durch Kombination von fossilen und erneuerbaren Energien, geringere Erwärmung Kosten | Abhängigkeit von restlichem fossilem Erdgas, höhere Anschaffungskosten |
Hybridheizung EE | Ja | 100 % erneuerbare Energie, sehr umweltfreundlich | Sehr hohe Investitionskosten, komplexe Technik |
Diese Tabelle zeigt auf einen Blick, welche Heizalternativen zu Gas es gibt, welche für Ihr Gebäude am besten geeignet ist und welche Vor- und Nachteile die einzelnen Optionen haben.
Die Wahl der besten Alternative zur Gasheizung hängt von vielen Faktoren ab, wie zum Beispiel den Baubedingungen, Umweltzielen und dem verfügbaren Budget.
Wärmepumpen und hybride Heizsysteme mit erneuerbaren Energien sind sehr zukunftssichere Lösungen, die sowohl effizient als auch umweltfreundlich sind, aber mit höheren Anschaffungskosten verbunden sind.
Pelletheizung und Solarenergie bieten umweltfreundliche Alternativen in verschiedenen Leistungsstufen.
Fernwärme ist eine einfache Lösung, hängt jedoch stark von den regionalen Bedingungen ab.
Direktheizung mit Strom ist eine schnelle und einfache Lösung, wird jedoch aufgrund hoher GEG-Anforderungen und Betriebskosten nur in Sonderfällen empfohlen.
Letztendlich hängt die Wahl der richtigen Gasheizungsalternative von Ihren Anforderungen und Prioritäten ab:
Wenn Ihnen Umweltfreundlichkeit und Zukunftssicherheit wichtig sind, sind Wärmepumpen und Hybridheizkörper mit erneuerbarer Energie die beste Wahl.
Wenn Sie in einer Gegend leben, in der Fernwärme verfügbar ist, ist dies eine effiziente und wartungsfreundliche Alternative.
Im ländlichen Raum kann eine Pelletheizung sinnvoll sein.
Es lohnt sich, die individuellen Gegebenheiten Ihres Gebäudes und Ihrer Region genau zu prüfen und staatliche Fördermöglichkeiten zu berücksichtigen, um eine wirtschaftlich und ökologisch sinnvollste Entscheidung zu treffen.
Wir geben einen Überblick darüber, welche BAFA-Fördermittel für bestimmte Aktivitäten im Jahr 2026 zur Verfügung stehen.