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Alter hund hechelt die ganze nacht

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alter hund hechelt die ganze nacht

Wenn Ihr treuer Vierbeiner plötzlich anfängt, heftig zu hecheln, obwohl er oder sie gerade ruht, dürfte das vielen Hundebesitzern Sorgen bereiten. Typischerweise ist das Hecheln das natürliche Klimasystem eines Hundes - ein wichtiger Mechanismus zur Temperaturregulierung nach dem Training, an warmen Tagen oder bei Aufregung.

Wenn das Hecheln jedoch ungewöhnlich stark ist und keine offensichtliche Ursache wie Fieber oder Bewegung vorliegt, fragt man sich schnell: Ist das Verhalten meines Hundes normal oder liegt ein gesundheitliches Problem zugrunde? Dieser Artikel wird Ihnen helfen, die möglichen Ursachen dafür zu verstehen, dass Ihr Hund in Ruhe stark hechelt und wann tierärztlicher Rat erforderlich ist.

Warum Hecheln für Hunde so wichtig ist

Im Gegensatz zu Menschen können Hunde nicht durch die Haut schwitzen, außer durch die Schweißdrüsen an den Pfotenballen.

Ihr wichtigstes Werkzeug zur Wärmeableitung ist das Hecheln. Durch schnelles, flaches Atmen durch Mund und Zunge verdunstet Feuchtigkeit, wodurch ein kühlender Effekt entsteht. Dieses physiologische Hecheln ist ein völlig normales und notwendiges Verhalten, um eine Überhitzung Ihres Hundes zu verhindern.

Starkes Hecheln im Ruhezustand: Mögliche Ursachen und Ursachen

Wenn Sie bemerken, dass Ihr Hund stark hechelt, obwohl er still liegt und keine Anzeichen von Überanstrengung oder Hitze zeigt, kann dies verschiedene Ursachen haben.

Um angemessen reagieren zu können, ist es wichtig, diese möglichen Ursachen zu kennen:

Überhitzung und Hitzschlag

Auch im Ruhezustand kann es zu Überhitzung kommen, wenn die Umgebungstemperatur hoch ist, die Belüftung unzureichend ist oder der Hund auf einer warmen Oberfläche liegt. Ein Hitzschlag bei Hunden ist ein medizinischer Notfall, der sich häufig mit starkem, anhaltendem Hecheln, glasigen Augen oder dunkelroten Schleimhäuten äußert.

Stress, Angst und Aufregung

Auch wenn Ihr Hund nach außen hin ruhig erscheint, kann er innerlich unter Stress oder Angst leiden, zum Beispiel durch laute Geräusche (Gewitter, Feuerwerk), Veränderungen in der Umgebung oder Trennungsangst.

In diesem Fall ist Hecheln ein körperliches Spannungssymptom. Weitere Anzeichen von Stress bei Hunden können Zittern, Gähnen, Unruhe oder Winseln sein.

Schmerzen oder Unwohlsein

Hunde sind geschickt darin, Schmerzen zu verbergen. Starkes Hecheln in Ruhe kann ein wichtiges, wenn auch unspezifisches Zeichen für Schmerzen sein.

Im Falle einer Verletzung oder einer inneren Erkrankung versucht der Körper des Hundes möglicherweise, auf diese Weise mit den Schmerzen umzugehen.

Herz-Kreislauf- oder Atemwegserkrankungen

Schwere gesundheitliche Probleme, insbesondere Herzerkrankungen oder Atemwegserkrankungen wie Asthma oder Lungenentzündung, können die Sauerstoffversorgung des Körpers beeinträchtigen.

Der Hund wird dann stärker hecheln, um die mangelnde Leistungsfähigkeit auszugleichen und mehr Sauerstoff aufzunehmen.

Nebenwirkungen von Medikamenten

Einige verabreichte Medikamente, insbesondere solche, die Kortison (Kortikosteroide) enthalten, können als bekannte Nebenwirkung verstärktes Hecheln verursachen.

Andere medizinische Ursachen

Seltenere, aber mögliche Ursachen für ungeklärtes Hecheln in Ruhe können endokrine Störungen wie das Cushing-Syndrom, Fieber, Anämie oder bestimmte neurologische Erkrankungen.

Wann ist ein Tierarztbesuch notwendig?

Warnzeichen erkennen

Kurzfristiges, leichtes Hecheln im Schlaf (z. B. beim Schlafen) oder nach einer sehr kurzen Erregungsphase ist in der Regel kein Grund zur Sorge. Allerdings sollten Sie bestimmte Symptome im Zusammenhang mit starkem Hecheln im Ruhezustand nicht ignorieren. Sie sollten sofort Ihren Tierarzt aufsuchen, wenn:

  • Plötzlich und ohne ersichtlichen Grund starkes Hecheln einsetzt.
  • Das Hecheln klingt ungewöhnlich hart, knackig oder anders als gewöhnlich.
  • Hält lange an und bessert sich nicht, wenn es abgekühlt oder beruhigt wird.
  • Andere Symptome, die auf ein ernstes Problem hinweisen, treten auf:
    • Extreme Unruhe oder ungewöhnliche Lethargie.

    • Körperveränderungen der Zahnfleisch- oder Zungenfarbe (blass, blau oder sehr dunkelrot sind Warnzeichen!)
    • Husten, Würgen oder Atembeschwerden
    • Plötzlicher Appetitverlust
    • Sichtbare Schwäche oder Zittern
    • Im Allgemeinen sehr schnelle Atmung, auch ohne starkes Keuchen

Wenn Sie eines dieser Symptome bemerken, zögern Sie nicht, es zu melden wenden Sie sich an Ihren Arzt.

Tierarzt oder Tiernotdienst zur Kontaktaufnahme. Nur eine professionelle Untersuchung kann die genaue Ursache ermitteln und die notwendige Behandlung einleiten. In einer Notsituation ist schnelles Handeln entscheidend. Informieren Sie sich rechtzeitig über Erste-Hilfe-Maßnahmen für Hunde.

Sofortmaßnahmen: Was Sie tun können

Wenn Ihr Hund in Ruhe plötzlich schwer atmet und Sie nicht sicher sind, wie ernst die Situation ist, befolgen Sie diese Schritte, während Sie Ihren Hund gut im Auge behalten und gegebenenfalls auf dem Weg zum Tierarzt:

  1. Ruhe bewahren und beobachten: Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Situation.

    Wann hat das Keuchen angefangen? Gab es einen Auslöser? Welche weiteren Symptome zeigt der Hund?

  2. Halten Sie den Hund kühl (bei Verdacht auf Überhitzung): Bringen Sie den Hund an einen kühlen, schattigen und gut belüfteten Ort. Stellen Sie frisches, kühles (nicht eiskaltes!) Wasser bereit. Sie können versuchen, die Pfoten oder den Bauch vorsichtig mit einem kühlen, feuchten Tuch abzuwischen, aber vermeiden Sie eine Unterkühlung des gesamten Körpers, um einen Kreislaufschock zu vermeiden.
  3. Stressfaktoren minimieren: Befinden sich offensichtliche Lärmquellen oder andere Stressfaktoren in der Nähe?

    Versuchen Sie, sie zu begrenzen oder Ihren Hund an einen ruhigeren Ort zu bringen.

  4. Kontaktieren Sie Ihren Tierarzt: Im Zweifelsfall ist dies immer der wichtigste Schritt. Beschreiben Sie Ihre Symptome so detailliert wie möglich. Der Tierarzt kann Ihnen Ratschläge geben oder Sie bitten, sofort in die Praxis zu kommen.

Fazit: Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl und handeln Sie.

Starkes Hecheln bei ruhenden Hunden ist ein Symptom, das niemals ignoriert werden sollte.

Dabei kann es sich um einen harmlosen, anhaltenden Erregungs- oder Schlafzustand handeln, er kann aber auch ein wichtiges Frühwarnzeichen für schwere Erkrankungen sein, von Schmerzen über Herzbeschwerden bis hin zu einem lebensbedrohlichen Hitzschlag. Als aufmerksamer Hundebesitzer kennen Sie Ihren Vierbeiner am besten. Wenn Ihnen das Hecheln ungewöhnlich vorkommt, insbesondere wenn es plötzlich auftritt, anhält oder von anderen Symptomen begleitet wird, ist es immer die sicherste Entscheidung, tierärztlichen Rat einzuholen.

Die Gesundheit und das Wohlergehen eines geliebten Familienmitglieds stehen immer an erster Stelle.