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Gesundheitswelt AOK Sachsen-Anhalt
Seife gibt es schon seit 4.500 Jahren und sie ist fester Bestandteil unserer täglichen Körperpflege. Sie sind in Form von festen Seifen, Flüssigseifen oder Duschgels erhältlich.
Aber seien Sie vorsichtig! Übermäßiger Gebrauch von Seife kann besonders für empfindliche Haut schädlich sein.
Lesen Sie im Artikel, wie sich Seife auf unsere natürliche Hautbarriere auswirkt und worauf Sie beim Händewaschen achten sollten.
Die obere Hautschicht besteht aus abgestorbenen, verhornten Zellen verbunden mit Fett und Eiweiß.
Diese Verbindung versiegelt die Haut nach außen und schützt sie vor dem Austrocknen. In gesunder Haut leben auch Millionen guter Mikroorganismen wie Bakterien und Pilze. Diese Mikroorganismen verdrängen schädliche Keime und bilden unsere Hautflora, auch Hautmikrobiom genannt.
Der natürliche Säureschutzmantel hält den pH-Wert an der Hautoberfläche konstant im leicht sauren Bereich von 4,5 bis 5,7.
Seife hingegen hat einen pH-Wert von 8 bis 11 und gehört damit zum alkalischen Bereich. Wenn unsere Haut mit Seife in Kontakt kommt, steigt auch der pH-Wert der Haut kurzzeitig auf 8 bis 11 an. Dies ist jedoch in der Regel kein Problem, da er sich nach einigen Stunden wieder normalisiert.
Mit Seife täglich, manchmal sogar mehrmals täglich, entfernen wir Mikroorganismen, Schmutz, Talg und Fette von unserer Haut.
Allerdings wird dadurch der natürliche Schutzmantel der Haut zerstört. Allergene, Chemikalien und Krankheitserreger können schneller in die Hautoberfläche eindringen und Ekzeme, Kontaktallergien, Reizungen oder Juckreiz verursachen. Darüber hinaus lösen in Seife enthaltene Tenside Fette aus der Haut und trocknen sie aus.
Dermatologen empfehlen daher, die Haut möglichst nur mit Wasser zu reinigen und Seife oder Reinigungsmittel nur sehr sparsam zu verwenden.
Für den täglichen Gebrauch reicht Seife zum Waschen der Achselhöhlen, Füße und des Genitalbereichs. Wenn Sie bei der Arbeit oder beim Sport stark schwitzen, können Sie Seife in kleinen Mengen auf den ganzen Körper auftragen. Dennoch sollten Sie nicht darauf verzichten, sich vor dem Essen und nach dem Toilettengang gründlich die Hände zu waschen.
Händewaschen ist eine einfache und effektive Möglichkeit, die Hautoberfläche gründlich von Viren und Bakterien zu reinigen.
Es gibt ein paar Dinge, die Sie beachten sollten:
Dadurch werden auch die letzten Keime entfernt.
Haut?
Seifebesteht aus natürlichen Inhaltsstoffen, wie zum Beispiel pflanzlichen oder tierischen Fetten. Durch die chemische Reaktion mit Lauge entsteht Seife, deren pH-Wert stets im alkalischen Bereich liegt. Syndets wiederum bestehen aus synthetisch hergestellten Tensiden.
Tenside sind Stoffe, die die Oberflächenspannung einer Flüssigkeit bzw. die Grenzflächenspannung zwischen zwei Phasen herabsetzen und die Bildung von Stoffgemischen ermöglichen oder unterstützen. Der pH-Wert von Syndets kann an den pH-Wert der Haut angepasst werden und beugt so einer Schädigung des Säureschutzmantels der Haut vor. Aber Vorsicht: Auch Syndets können bei übermäßiger Anwendung die Haut austrocknen.
Heutzutage bestehen die meisten Flüssigseifen aus Syndets oder Mischungen aus Syndets und Seife.
Tatsächlich ist die Hautpflege mit reiner Seife bei sparsamer Anwendung kein Problem. Viele Seifen und Reinigungsmittel enthalten zudem feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe, wie Mandelöl, Arganöl oder Ceramide, die unsere Haut zusätzlich pflegen. Wenn Sie empfindliche Haut haben, lohnt es sich, auf Begriffe wie seifenfrei, pH-neutral oder pH 5,5 zu achten.
Regelmäßiges Händewaschen kann das Risiko einer Ansteckung mit Infektionskrankheiten verringern.
Normalerweise reicht es aus, die Hände mit Seife oder anderen Reinigungsmitteln zu waschen.
Für Menschen, die chronisch krank sind oder ein geschwächtes Immunsystem haben, empfiehlt sich insbesondere in der kalten Jahreszeit die zusätzliche Verwendung eines Händedesinfektionsmittels. Für Betroffene ist Händedesinfektion hautfreundlicher als häufiges Händewaschen.
Um sichtbar verschmutzte Hände zu reinigen, sollten Sie diese natürlich gründlich waschen. Desinfektionsmittel sind hier nicht geeignet.
Händedesinfektionsmittel enthalten normalerweise Alkohol, trocknen Ihre Hände jedoch nicht so stark aus, da sie auch Feuchtigkeitscremes enthalten. Sie ersetzen die bei der Desinfektion von der Haut entfernten Fette.
Wichtig: Damit feuchtigkeitsspendende Substanzen wirken, sollten Sie auf das Händewaschen unmittelbar nach der Desinfektion verzichten.
Die Seife können Sie ganz einfach selbst zubereiten.
Auch Naturseife kann durch die Verwendung einzelner Zutaten ein individueller Charakter verliehen werden. Vorteil: Selbstgemachte Seife enthält keine künstlichen Zusatzstoffe.
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