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Die Lunge reift noch.
Besonders sichtbar ist dies an den Enden der Bronchien. Diese verzweigen sich immer feiner. Gleichzeitig bilden sich in der Lunge immer dünnere Blutgefäßäste, so dass in den neu gebildeten Lungenbläschen nun grundsätzlich ein Gasaustausch zwischen Blut und Atemluft möglich ist.
Dies ist ein weiterer Meilenstein zur Sicherung der Lebensfähigkeit des Babys außerhalb der Gebärmutter.
Im Falle einer möglichen Frühgeburt könnte das Baby durch die Atmung selbstständig Sauerstoff aufnehmen. Selbst wenn das Baby weiterhin Atemunterstützung benötigt, hat es bei intensiver Betreuung sehr gute Überlebenschancen.
Für die Lungenentwicklung ist es für das Baby immer noch wichtig, das Atmen zu üben. Er „atmet“ das Fruchtwasser ein, in dem er schwimmt.
Heutzutage geschieht es immer häufiger über die Nase, da sich die Nasenlöcher bereits in der 28. Schwangerschaftswoche öffnen. Zum Lungentraining gehört auch der Schluckauf, den Ihr Baby heutzutage immer häufiger hat. Sie werden dies an den starken Vibrationen in Ihrem Magen spüren, die jeder Schluckauf verursacht.
Das Immunsystem Ihres Babys ist noch unreif und nicht vollständig entwickelt.
Daher erhält es von Ihnen einen wirksamen Immunschutz. Ab der 20. Schwangerschaftswoche werden Antikörper über die Plazenta von der Mutter auf das Kind übertragen.
Mit fortschreitender Schwangerschaft steigt die Menge an Antikörpern im Blut Ihres Babys weiter an und erreicht nahezu den gleichen Wert wie in Ihrem Körper in den letzten Schwangerschaftswochen.
Dadurch ist Ihr Baby von Geburt an vor vielen Krankheitserregern geschützt. Und das geht auch nach der Geburt weiter. Die Antikörper gelangen dann in die Muttermilch. Dieses Phänomen nennt man Nestschutz oder Lent-Widerstand.
Übrigens: Ihr Baby übt nicht nur das Atmen, sondern auch weiterhin die Mimik. Wenn Sie Glück haben, sehen Sie beim nächsten Ultraschall möglicherweise wilde Grimassen oder blinzelnde Augen.
Ihre Gebärmutter bereitet sich jetzt auf die Geburt vor.
Oben wird es schmaler und unten breiter. Diese Formveränderung regt das Baby auf natürliche Weise dazu an, die Geburtsposition einzunehmen, also mit dem Gesicht nach unten in der Gebärmutter zu liegen. Ihr Baby hat in der Gebärmutter noch genügend Platz, um eine andere Position einzunehmen. Es wird noch ein paar Wochen dauern, bis Ihr Baby so weit herangewachsen ist, dass es sich dauerhaft in der Gebärposition befindet.
Sie werden wahrscheinlich auch bemerken, dass die Kontraktionen während des Trainings jetzt häufiger und manchmal intensiver sind.
Es kann jedoch vorkommen, dass Sie außer einer periodischen Verhärtung des Magens kaum etwas bemerken. Stress und Aufregung können zu stärkeren und teilweise schmerzhaften Wehen führen.
Wenn Sie davon betroffen sind, können Sie versuchen, das Problem durch Entspannungsübungen und achtsame Pausen zu lindern. Stärkere, deutlich spürbare Belastungswehen sollten Sie sicherheitshalber mit Ihrer Hebamme oder Ihrem Gynäkologen besprechen.
Besonders Erstgebärende können über etwas stärkere Belastungswehen besorgt sein und sich fragen: „Was passiert, wenn mein Baby jetzt zur Welt kommt?“ Zum Glück kommt das sehr selten vor.
Nur etwa 1 % der Babys in Deutschland werden vor der 32. Schwangerschaftswoche geboren. Darüber hinaus verbessert sich die medizinische Versorgung in Deutschland durch die Erforschung und Weiterentwicklung moderner Möglichkeiten der Geburtsmedizin stetig.
Dadurch sind viele Krankenhäuser grundsätzlich gut auf eine Frühgeburt vorbereitet.
Darüber hinaus gibt es spezialisierte Perinatalzentren, die sich besonders um kleine Frühgeborene (<1500 g Geburtsgewicht) kümmern und so eine optimale Betreuung bieten können.
Weniger als 10 % der Babys in Deutschland werden als sogenannte Frühgeborene geboren.
Das bedeutet, dass sie vor der 37. Schwangerschaftswoche geboren werden. Je früher ein Baby geboren wird und je geringer sein Geburtsgewicht ist, desto größer ist das Risiko von Krankheiten wie Infektionen und damit das Risiko dauerhafter Schäden.
Ärzte teilen Frühgeburten je nach Schwangerschaftsdauer in drei Kategorien ein:
bis 31. Schwangerschaftswoche
Eine frühe Geburt ist eine besonders wohltuende Belastung für den noch nicht voll entwickelten Körper.Die gute Nachricht ist: In den letzten Jahrzehnten hat die Behandlung und Betreuung insbesondere von sehr und extrem Frühgeborenen enorme Fortschritte gemacht.
Dank der kontinuierlichen Überwachung der Körperfunktionen, insbesondere der Atmung, ist es jederzeit möglich, die Behandlung an die aktuelle Entwicklung des Kindes anzupassen.
Darüber hinaus werden Eltern auch stärker in die Betreuung eines Frühgeborenen einbezogen, was die Entwicklung des Frühgeborenen deutlich begünstigt.
Dadurch sind die Chancen von Frühgeborenen auf eine gesunde Entwicklung deutlich gestiegen.
Eine bevorstehende Frühgeburt wird meist durch bestimmte Warnsignale angekündigt. Am offensichtlichsten sind vorzeitige Wehen. Im Gegensatz zu gelegentlichen, spontanen Uteruskontraktionen sind vorzeitige Wehen schmerzhaft und treten regelmäßig in kurzen Abständen auf.
Auch deren Intensität, Dauer und Häufigkeit nehmen mit der Zeit zu.
Wenn Sie den Verdacht haben, vorzeitige Wehen zu haben, sollten Sie schnellstmöglich mit Ihrer Hebamme sprechen oder einen Gynäkologen oder eine Entbindungsklinik aufsuchen. Wenn eine Frühgeburt mit unfreiwilligem Flüssigkeitsverlust oder Blutungen einhergeht, ist es wichtig, sofort einen Arzt aufzusuchen.
Die Ursachen einer Frühgeburt sind sehr unterschiedlich und nicht vollständig geklärt.
Dazu gehören verschiedene Erkrankungen der Schwangeren, der körperliche und geistige Zustand der werdenden Mutter sowie Entwicklungsstörungen der Gebärmutter oder des Kindes.
Erfreulicherweise können viele körperliche Risikofaktoren bereits bei Vorsorgeuntersuchungen erkannt und entsprechend behandelt werden. Hierzu zählen Krankheiten wie Schwangerschaftsdiabetes und Präeklampsie, aber auch die oben genannten Entwicklungsstörungen.
Auch Ihr persönlicher Lebensstil hat Einfluss auf das Risiko einer Frühgeburt.
Der Konsum von Nikotin, Alkohol und Drogen während der Schwangerschaft erhöht nachweislich das Risiko einer Frühgeburt. Darüber hinaus können psychische Faktoren, wie zum Beispiel starke emotionale Belastungen, und soziale Faktoren, wie zum Beispiel schwierige wirtschaftliche und soziale Bedingungen, als Auslöser einer Frühgeburt eine Rolle spielen.
Da diese Faktoren stark mit persönlichen Gewohnheiten und Lebenseinstellungen zusammenhängen, bietet Ihnen die Barmer sehr individuelle Hilfe und umfangreiche Informationen zu Themen wie Ernährung und Stressbewältigung.
Bitte sprechen Sie auch hierüber mit Ihrer Hebamme. Er gibt Ihnen viele nützliche Tipps, die Ihnen helfen, im Alltag besser zurechtzukommen.
Es ist klar und verständlich, dass der Gedanke an eine Frühgeburt Sorgen und Ängste auslöst. Daher ist es wichtig, die Symptome zu kennen, um im Notfall schnell reagieren zu können.
Aber machen Sie sich bitte keine unnötigen Sorgen. Mehr als 90 % der Babys werden ab der 38. Woche, also fast zur vollen Schwangerschaftswoche, geboren.
Darüber hinaus werden Sie und Ihr Baby bei regelmäßigen Kontrolluntersuchungen gründlich „untersucht“. Wenn bei Ihnen bisher alles glatt gelaufen ist, besteht kein Grund zur Sorge, dass dies auch bis zur Geburt nicht der Fall sein wird.
Gemeinsam auf die Geburt vorbereiten
Schwangere können an einem Kurs zur Geburtsvorbereitung teilnehmen.
Dies beginnt etwa in der 24. Schwangerschaftswoche. Wenn Ihr Partner ebenfalls am Kurs teilnimmt, erhält er eine Privatrechnung für die Kursteilnahme. Wenn Sie auch bei der Barmer versichert sind, kann der Geburtsvorbereitungskurs im Rahmen des Familien-Plus-Pakets erstattet werden - Ihre Barmer berät Sie hierzu gerne.
Besprechen Sie daher am besten mit Ihrem Partner, ob Sie den Kurs gemeinsam absolvieren möchten.
Persönliche Beratung
Ziel des Geburtsvorbereitungskurses ist es, Ihnen wichtige Informationen rund um die Schwangerschaft, die Geburt, das Wochenbett und das Neugeborene zu vermitteln und Sie optimal auf die Geburt Ihres Babys vorzubereiten.
Nutzen Sie Ihre 28. Schwangerschaftswoche für die Anmeldung.
Hier können Sie alle noch offenen Fragen stellen. Es ist oft beruhigend zu wissen, dass andere Paare mit den gleichen Fragen und Sorgen kämpfen. Ein Geburtsvorbereitungskurs umfasst in der Regel folgende Inhalte:
Darüber hinaus werden verschiedene Optionen besprochen, wie zum Beispiel der Geburtsort, die Geburtsposition und Möglichkeiten zur Schmerzlinderung. Hier können Sie alle noch offenen Fragen stellen. Es ist oft beruhigend zu wissen, dass andere Paare mit den gleichen Fragen und Zweifeln kämpfen.
Im Kurs erlernen Sie spezielle Körperübungen zur Stärkung Ihres Rückens und Beckenbodens. Indem Sie diese Übungen regelmäßig zu Hause durchführen, können Sie insbesondere die Muskeln stärken, die während der Geburt benötigt werden.
Sie helfen Ihnen, vor der Geburt ruhig zu bleiben. Es gibt auch Übungen, die Sie in den Wehenpausen machen können, um unnötige Wehen zu vermeiden.
Ein Geburtsvorbereitungskurs kann Sie auch auf die Zeit mit Ihrem Neugeborenen vorbereiten. Sie erhalten wertvolle Informationen zum Wochenbett, zum Stillen und zur Babypflege.