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Afrikanische Musik kann nicht in klassische und populäre Musik unterteilt werden. Ritualmusik und Unterhaltungsmusik sind unterschiedlich. Auch Tanzen gehört dazu. Masken, Geschichten und Musik vereinen sich als Ritual und prägen die afrikanische Kultur.
Afrikanische Musikkulturen entwickeln sich dynamisch.
Hier finden Sie Musikschulen, Instrumentenlehrer und Musiker, die in der afrikanischen Musik tätig sind.
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Afrikanische Religionen beleben Tiere, Pflanzen und unbelebte Natur.
Musik ist ein Mittler zwischen der übernatürlichen und unsichtbaren Welt der Geister und der natürlichen Welt, weil Klang schwer zu fassen ist.
Während solcher Zeremonien finden wichtige Lebensereignisse wie Geburt, Heilung, Hochzeit, Ernte, Jagd, Opferung, Amtseinführung geistlicher und weltlicher Herrscher sowie Bestattungen statt. Musik hat eine soziale Funktion: In der Schule werden die kognitiven Inhalte der Kultur vermittelt, weltliche Herrscher werden durch königliche Trommeln und Trompeten repräsentiert.
Musikalisch begleiten sie Mythen, Legenden, Nachrichten und Chroniken sowie Tänze und Unterhaltungen.
Die Tradition des Singens mit vielen afrikanischen Sprachen und Tonsprachen, bei denen die Tonhöhe die Bedeutung des Inhalts widerspiegelt, ist ein Merkmal afrikanischer Musik. Die Rhythmen sind manchmal schwierig. Obwohl es Variationen beim Trommeln gibt, sind Improvisationen verboten, da sie zu Missverständnissen führen können.
Tranceähnliche Zustände können dadurch nicht entstehen, der Zweck ritueller Musik besteht jedoch darin, durch festgelegte Rhythmen Trance hervorzurufen.
Typische Musikinstrumente sind die sechssaitige Pluriarc und die Kelchtrommel. Mbira dza vadzimu dient der Unterhaltung und dem Kontakt mit den Vorfahren.
Zu den Saiteninstrumenten gehören Harfen wie die Kora-Stegharfe, Bogenharfen wie die Ardin und Ennanga und verschiedene Lauten wie die Ending- und Goge-Laute. Ein Kehlkopf-Soundrahmen ist ebenfalls enthalten. Leiern, Zithern, Mundbögen zum Zupfen und Streichen, aber auch Musikbögen mit ungeteilten Saiten gehören zum Repertoire der Streichinstrumente.
Trommeln, Idiophone, aber auch Blasinstrumente wie ostafrikanische Querflöten, Längsflöten ohne Grifflöcher, Doppelrohrblattinstrumente wie die Nzumari sowie Naturhörner und Naturtrompeten sind typische afrikanische Instrumente. Unterschiede in Klangfarbe und Tonhöhe beim Schlagzeug. Sprechende Trommeln vermitteln ganze Wörter und Sätze.
Pentatonische oder heptatonische Tonleitern mit regional unterschiedlichen Abstandsgrößen unterscheiden sich von europäischen Tonleitern.
Kurze, sich häufig wiederholende Motive sowie raue und heisere Stimmideale sind üblich. Die Stilgebiete lassen sich grob in den Regenwald, das Savannengebiet und das Bantu-sprachige Gebiet Zentral- und Südafrikas unterteilen.
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Bildnachweis: Foto von Wanyoike Mbugua auf Unsplash